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Neue Wege im Austausch Begegnung mit Auszubildenden im Bereich Formenbau
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Auszubildende der Partnerstadt Saint-Junien besuchten Wendelstein. Eine Betriebsbesichtigung beim Formenbauer Walther Wolf stieß auf großes Interesse. Jean-Michel Courtioux (rechts) leitete die Delegation
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Erstmals stand das Thema berufliche Bildung im Mittelpunkt einer Begegnung der Partnerstädte Wendelstein und Saint-Junien. 15 Berufsschüler der Fachschule Edouard Vaillant besuchten mit drei Lehrern, einer Dolmetscherin und Rathausmitarbeiterin Denise Guiguet-Doron die Partnerstadt Wendelstein.
Ein umfangreiches Programm erwartete die Jugendlichen, die vier Tage in der Region verbrachten. Der Leiter der Delegation Jean-Michel Courtioux regt einen fachlichen Austausch seiner Schule mit Betrieben in Mittelfranken an. Bereits im Januar ist ein mehrwöchiges Praktikum geplant. Drei Schüler, die in Saint-Junien im Bereich Formenbau ausgebildet werden, sollen dann in einem mittelfränkischen Unternehmen hospitieren. Erste positive Signale zur Umsetzung bestätigen die gute Idee. Unterstützt wird das Projekt vom Leonardo Förderprogramm der Europäischen Union und vom Bezirk Mittelfranken.
Die Leiterin des Büros für Regionalpartnerschaften beim Bezirk, Sylvie Feja, vermittelte der Gruppe Kontakte zur Maschinenbauschule und der Firma Öchsler in Ansbach, sowie zur Firma Diehl in Röthenbach a.d. Pegnitz. In Wendelstein besuchten die jungen Auszubildenden den Formenbaubetrieb "Walther Wolf" am Richtweg. Mit großem Interesse verfolgten die Schüler die Ausführungen der Berufspraktiker in den Firmen. Die Lehrer zeigten sich beeindruckt von der modernen Ausstattung und den Fertigkeiten der Beschäftigten.
Information über System der Berufsausbildung
Beim Motorenwerk MAN in Nürnberg informierte Ausbildungsmeister Lothar Sölla die Gäste über das System der Berufsausbildung in Deutschland. Vergleiche zu Frankreich zeigten schnell die Unterschiede: Während in Frankreich die Berufausbildung weitgehend staatlich in der Schule organisiert ist, steht in Deutschland das duale System mit einer betrieblichen Lehre und einer schulischen Ausbildung auf zwei Säulen. Nach einem erfolgreichen dreijährigen Schulbesuch erreichen die Schüler am Lycee Edouard Vaillant ein "berufsorientiertes Abitur" (BAC Pro). Wer dort jedoch bereits nach zwei Jahren die Schule beendet, erhält den sogenannten Brevets Etudes Professionelles (BEP), der zur Ausübung des entsprechenden Berufs qualifiziert.
Empfang im Wendelsteiner Rathaus
Zum Abschluss des Besuchsprogramm empfing Bürgermeister Wolfgang Kelsch die Gäste im Wendelsteiner Rathaus. In seiner Rede hob er insbesondere das Engagement der Schule und der jungen Leute hervor. Auf die Jugend kommt es an, wenn die Idee eines vereinten Europas verwirklicht wird, so Kelsch. Den Start eines Austauschs zur beruflichen Bildung wertete das Gemeindeoberhaupt als wichtigen Impuls für die Partnerschaftsarbeit. |
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Geschrieben von Kerstin Bienert für Gemeinde Wendelstein |
Freitag, 26. November 2004
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